In Europas Osten und Ostfriesland…

…arbeite ich am liebsten. In Russland, den baltischen Ländern und im Südkaukasus gibt es sowieso viel Erzählenswertes abseits der aktuellen Nachrichtenpfade: Zivildienstleistende, die für drei Jahre nach Sibirien geschickt werden, Esten und Finnen, die gemeinsam in der Metropolregion “Talsinki” leben, und armenische Familien, die auch 25 Jahre nach dem schweren Erdbeben noch immer in Containern hausen.
Aber auch der (westliche) Osten vor meiner Bremer Haustür ist reich an Geschichten: über Menschen etwa, die die kleinste Sprachinsel Europas bilden. Die Saterfriesen sind sprachlich gesehen tatsächlich die letzten Ostfriesen. Wenn ich mich nicht gen Osten orientiere, schaue ich gerne mit dem Mikrofon in der Hand Forschern über die Schulter und auf die Finger – für Wissenschafts-Features und -Reportagen.
Fehlt noch – alles, was sonst noch spannend und unentdeckt scheint: Bestatter, die auf einem Lehrfriedhof das Baggern lernen. Französische Wölfe, die für viel Ärger sorgen. Menschen, die seit über 100 Jahren die kleinste Zeitung Deutschlands machen.

Kleine Themenauswahl:

Grenzgänger-Recherche- Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung: Albaniens Weg nach Europa