Im wilden Osten und Ostfriesland…
…arbeite ich am liebsten. In Russland, den baltischen Ländern und der Ukraine gibt es sowieso viel Erzählenswertes abseits der aktuellen Nachrichtenpfade: Zivildienstleistende, die für drei Jahre nach Sibirien geschickt werden, Schweizer Bauern, die sich in der russischen Weite eine neue Existenz aufbauen oder junge Esten, die trotz allem den Euro wollen. Aber auch der (westliche) Osten vor meiner Bremer Haustür ist reich an Geschichten: über Menschen etwa, die die kleinste Sprachinsel Europas bilden. Die Saterfriesen sind sprachlich gesehen tatsächlich die letzten Ostfriesen. Wenn ich mich nicht gen Osten orientiere, schaue ich gerne mit dem Mikrofon in der Hand Forschern über die Schulter und auf die Finger – für Wissenschafts-Features und -Reportagen.
Fehlt noch – alles, was sonst noch spannend und unentdeckt scheint: Bestatter, die auf einem Lehrfriedhof das Baggern lernen. Französische Wölfe, die für viel Ärger sorgen. Menschen, die seit hundert Jahren die kleinste Zeitung Deutschlands machen.
Kleine Themenauswahl:
- Von Memmen und echten Männern – wie Rekruten und Wehrdienstverweigerer in Russland schikaniert werden, SWR2 Leben
- E-Stonia offline – Tristesse vor Tallinns Toren, Die Presse/Wien
- Wenn Mozart klingt wie Marzipan – bei Synästhetikern vermischen sich die Sinneswahrnehmumgen, BR2 IQ
- Wenn Chopin schmerzt – Musikermediziner kümmern sich um geschundene Pianisten, WDR5 Scala
- Kleine Trutzburg im großen Blätterwald – die kleinste Zeitung Deutschlands, BR2 Nahaufnahme
